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Das Leben in der Gemeinde ist durch die christlichen Feste und die
sonntäglichen Gottesdienste strukturiert.
Das Feiern von Festen hat seit Anbeginn der Menschheit einen Platz
in der Gemeinschaft und so kommen wir auch heute regelmäßig
zusammen um Gemeinschaft zu erleben.
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Die Besucher der Kirche betreten einen
hellen, übersichtlich gestalteten Raum. Die ansteigenden Sitzreihen,
fast kreisförmig auf die Raummitte hingeordnet, sind nicht nur
Stilmerkmal des barocken "Querrechteck-Baus"; sie zeigen
zugleich symbolisch an, wie Gemeinde sein soll:
Menschen einander zugewandt, versammelt um eine gemeinsame Mitte.

An diese Mitte erinnert die einzige bildliche
Darstellung in der Kirche: die stilisierte Bibel über der Kanzel
mit der Aufschrift "EVANGELIUM".
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Das Evangelium ist eine "frohe Botschaft",
die gute Nachricht von Gott, der jeden Menschen liebt und Ja zu
ihm sagt.
Die Predigt versucht, die frohe, von Jesus gelebte Botschaft so
zu sagen, daß sie Grund menschlicher Hoffnung bleibt, der
"einzige Trost im Leben und im Sterben" (Heidelberger
Katechismus, Frage 1).
- Die auf das Notwendigste beschränkte "Ausstattung"
der Kirche, das Fehlen zum Beispiel von Altar und Kruzifix, ist
begründet in der genauen Beachtung des Bilderverbotes: Für
die ev.-reformierten Kirchen gilt (anders als in den meisten anderen
evangelischen Kirchen) das 2. Gebot "Du sollst dir kein Bildnis
machen..." in der ungekürzten Fassung der 10 Gebote
(2. Mose 20, 1-17).
- Beides, die nüchterne Gestaltung des Kirchenraumes (er
soll kein sakraler Sonderraum sein, keine "heilige Insel")
und der einfache Aufbau des Gottesdienstes (im Mittelpunkt die
Predigt, wenig Liturgie) ist betonte Anknüpfung an den neutestamentlich-frühchristlichen
Gottesdienst und den vorreformatorischen oberdeutschen Predigtgottesdienst,
dessen Tradition die Schweizer Reformation aufgriff. Der kannte
ebenfalls weder sakrale Räume noch gottesdienstlichen Kult,
sondern wurde allein von Predigt und gemeinsamer Feier des Abendmahls
bestimmt.
Unsere Gottesdienste sollen sein, was sie ursprünglich
gewesen sind: Feste der Freude über die Menschenfreundlichkeit
Gottes - gefeiert von Menschen, die sich angesichts von Leid und
Unfrieden sehnen nach einem menschlichen, sinnerfüllten Leben
aus Glück und Freiheit, Lachen und Frieden.
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Jesus hat ein menschliches Leben gewollt. Menschlich,
d. h. bewegt - nicht versteinert; herzlich - nicht bedrückt.
Die großen christlichen Feste erinnern daran, wie Jesus sich
leidenschaftlich eingesetzt hat für ein lebens-wertes, reicheres
Leben der Menschen.
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WEIHNACHTEN
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das Fest der Geburt Jesu, Fest des Lebens schlechthin;
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OSTERN
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das Fest der Auferstehung - Sieg des Lebens über
den Tod;
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PFINGSTEN
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das Fest des Heiligen Geistes, der Kraft allen
Lebens.
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Feste sind eine Wohltat Gottes für alle Menschen.
Gerade heute werden auch der feierliche Charakter, der Ausdruck und
Inhalt des Gottesdienstes neu entdeckt. Menschen sollen sich entspannen,
sich befreit fühlen, zu sich selbst finden. Mehr noch:
Sie sollen zu Gott finden.
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"Die Welt gehört in die Kirche!" - Kinder rollen am
Kinderkirchentag eine Weltkugel in unsere Kirche und stellen spielerisch
dar: Die Welt darf nicht "außen vor" bleiben, wenn
von Gott die Rede ist. Gott und die Welt gehören untrennbar zusammen
(Psalm 24, 1). |
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