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Luther, 1483-1546
 

 

  

Mit Martin Luther beginnt die Reformation in Europa
(31. Oktober 1517: Die 95 Thesen Luthers in Wittenberg).
 


  Melanchthon, 1497-1560
 
   
Die lutherische Reformation breitet sich, stark beeinflußt von Philipp Melanchthon, über Deutschland und Skandinavien auch im Osten Europas aus.
Die Reformierte Kirche geht - wie die lutherische - auf die Reformation im 16. Jahrhundert zurück. Darum: "reformierte" = erneuerte Kirche.
 

Zwingli, 1484-1531
 
  Unter den reformierten "Vätern" ragen besonders zwei hervor: Ulrich Zwingli, der Reformator Zürichs, und Johannes Calvin, der Genfer Reformator.
Zwingli und Calvin wollten das WORT GOTTES als Maßstab und Mitte kirchlichen Lebens zur Geltung bringen. Darum machten sie die Predigt des Wortes Gottes zum Mittelpunkt des Gottesdienstes. Für Calvin ist Kirche - ganz unabhängig von kirchlicher Obrigkeit - überall da zu finden, wo eine Gemeinde zum Hören des Wortes Gottes zusammenkommt.
 

  Calvin, 1509-1564
 
   
Nach Luthers Tod 1546 galt Calvin als der von allen anerkannte Sprecher der Evangelischen. Aber die "Evangelisch-Reformierte" und die "Evangelisch-Lutherische" Kirche gingen getrennte Wege. Erst in unserer Zeit haben die beiden Kirchen in der "Evangelischen Kirche in Deutschland" (EKD) zu verbindlicher Zusammenarbeit gefunden.
 
 
DER HEIDELBERGER KATECHISMUS
 

 
DER EINZIGE TROST

 

 
Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?

Dass ich mit Leib und Seele
im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre.
Er hat mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlt und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöst; und er bewahrt mich so, dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupt kann fallen, ja, dass mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss.
Darum macht er mich auch durch seinen Heiligen Geist des ewigen Lebens gewiss und von Herzen willig und bereit, ihm forthin zu leben.

(Frage 1 des Heidelberger Katechismus)

 

   

Der Heidelberger Katechismus von 1563 ist der bedeutendste neben Martin Luthers "Kleinem Katechismus". Der "Heidelberger" entstand nach Entwürfen des Heidelberger Universitätsprofessors Zacharias Ursinus. Ursprünglich als ökumenisches Glaubens- und Unterrichtsbuch für alle Kirchen der Reformation gedacht, verbindet der Katechismus bis heute Reformierte in aller Welt. - Die Sprache des "Heidelbergers" ist zum Teil überholt, nicht aber seine Frage, worauf ich mich unbedingt verlassen kann ("einziger Trost"). Heute, zwischen Sinnverlust und neuer Suche nach verbindlichen Glaubensaussagen, ist die Antwort in der Sprache und in den Denkformen unserer Zeit zu formulieren.

(Weiter zu Hugenotten)

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