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In der Göttinger Innenstadt steht die 1752/53
erbaute Evangelisch-Reformierte Kirche, Mittelpunkt der Evangelisch-Reformierten
Gemeinde Göttingen.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts war die Gemeinde
noch sehr klein. Sie bestand aus nur 30 Familien von Handwerkern
und Universitäts-Angehörigen, darunter einige Hugenotten
und reformierte Studenten aus Frankreich, Holland, England und dem
angrenzenden "Hessischen".
Heute hat die Gemeinde etwa 3.000 Glieder, die
über das ganze Stadtgebiet verstreut wohnen.
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Der Gründer der Gemeinde und Erbauer
der Kirche ist Albrecht von Haller. Der evangelisch-reformierte
Schweizer aus Bern ist in Göttingen Professor für Botanik,
Medizin und Anatomie. Die 1737 gegründete Universität
gewinnt durch ihn internationales Ansehen. Die Stadt Göttingen
verdankt Albrecht von Haller den Botanischen Garten. Ohne seinen
Einsatz und ohne die finanzielle Unterstützung durch andere
reformierte Kirchen wäre die Göttinger Gemeinde nicht
zu ihrem "Tempel" gekommen.
"Tempel"- so wird das Kirchengebäude auch heute oft
genannt. Ihr Äußeres erinnert an die "temples",
die französischen reformierten Hugenottenkirchen.
Nicht nur ihr Baustil, auch ihr Alter unterscheidet unsere Kirche
von den "alten" evangelisch-lutherischen Kirchen in der
Innenstadt. Sie ist jünger als die Marienkirche (1300), die
Johanniskirche (1230) und die Albanikirche (1434), jünger und
auch kleiner als die benachbarte Jacobikirche (1361), deren Turm
sie nur in der wohlwollenden Perspektive des Kupferstiches überragt.
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